Jede Smartwatch zählt Schritte, und zwar zuverlässig – die Frage ist nicht, ob sie es kann, sondern ob Sie dafür eine brauchen. Der Aufpreis gegenüber einem Fitness-Armband bezahlt kein besseres Zählen, sondern Benachrichtigungen, GPS, Bezahlfunktion und Notruf. Wer die nicht nutzt, lädt vor allem häufiger.
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Die Favoriten im Detail
Empfehlung der Redaktion
Garmin vívoactive 5 – Smartwatch, die nicht täglich an die Ladeschale muss
Hervorragend · Schritt-Skala 9,0 / 10
Für Schrittzähler ist die vívoactive 5 der vernünftigste Kompromiss: Sie bietet AMOLED-Display, eingebautes GPS, Pulsmessung und Benachrichtigungen, hält dabei aber gut anderthalb Wochen durch. Damit können Sie sie auch nachts tragen, ohne die Schlafaufzeichnung ständig gegen den Ladevorgang abzuwägen – der Punkt, an dem klassische Smartwatches im Alltag scheitern.
Garmin Connect zeigt Schrittverläufe über Jahre, ohne Bezahlschranke und ohne Werbung. Bedienen lässt sich die Uhr über Touch und zwei Tasten, was mit nassen oder kalten Fingern angenehm ist.
Apple Watch SE – die naheliegende Wahl für iPhone-Nutzer
Sehr gut · Schritt-Skala 8,6 / 10
Die Schrittzählung der Apple Watch gehört zu den ausgereiftesten am Markt, versteckt sich aber: Die Tagesschritte stehen nicht auf den Ringen des Startbildschirms, sondern in der Health-App auf dem iPhone. Ein passendes Zifferblatt mit Schritte-Komplikation schafft Abhilfe – wie das geht, beschreiben wir im Ratgeber zur Apple Watch als Schrittzähler.
Der wunde Punkt bleibt der Akku: Ein bis zwei Tage sind realistisch. Für die Schlafaufzeichnung müssen Sie eine feste Ladegewohnheit entwickeln, etwa während des Duschens oder Frühstücks.
Samsung Galaxy Watch 7 – für den Android- und Samsung-Kosmos
Sehr gut · Schritt-Skala 8,5 / 10
Wer ein Samsung-Telefon nutzt, bekommt hier dieselbe reibungslose Erfahrung, die iPhone-Nutzer mit der Apple Watch haben: Schritte, Puls und Schlaf laufen automatisch in Samsung Health zusammen, Benachrichtigungen und Bezahlfunktion inklusive. Auch hier gilt: Die Uhr will täglich geladen werden, und einige Funktionen entfalten sich nur mit einem Samsung-Gerät vollständig.
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Braucht man fürs Schrittezählen wirklich eine Smartwatch?
Ehrliche Antwort: für das Zählen selbst nicht. Der Bewegungssensor einer Uhr für mehrere Hundert Euro unterscheidet sich technisch kaum von dem eines Armbands für dreißig. Beide sitzen am Handgelenk, beide haben dieselben typischen Schwächen – Einkaufswagen schieben, Nordic-Walking-Stöcke, Fahrradlenker. Warum das so ist, erklärt unser Ratgeber zur Genauigkeit von Schrittzählern.
Der Aufpreis lohnt sich, wenn Sie mehr als Schritte wollen. Vier Argumente tragen wirklich: Benachrichtigungen und Telefonate am Handgelenk, GPS für exakte Streckenaufzeichnung ohne Telefon in der Tasche, Bezahlen im Supermarkt und Sicherheitsfunktionen wie Sturzerkennung und Notruf, die gerade für ältere Menschen ein echter Gewinn sein können.
Die Akkufrage entscheidet mehr, als man denkt. Eine Uhr, die täglich für eine Stunde in die Ladeschale muss, erfasst in dieser Stunde nichts – und wer sie über Nacht lädt, verliert die Schlafauswertung. Überlegen Sie vor dem Kauf, wann genau Sie laden würden. Wenn Ihnen dazu nichts einfällt, ist eine Uhr mit ein bis zwei Wochen Laufzeit die klügere Wahl als eine vollwertige Smartwatch.
Darauf sollten Sie beim Kauf achten
Systembindung: Die Apple Watch funktioniert ausschließlich mit dem iPhone; Samsung entfaltet den vollen Umfang mit Samsung-Telefonen. Garmin, Amazfit und Xiaomi arbeiten mit beiden Systemen. Gewicht und Größe: Ein Gehäuse ab etwa 44 Millimetern wirkt am schmalen Handgelenk schnell wuchtig – probieren Sie es, wenn möglich, vorher an. Schritteanzeige: Prüfen Sie, ob sich die Tagesschritte aufs Zifferblatt holen lassen; nicht jede Uhr zeigt sie ohne Umweg. Sicherheitsfunktionen: Sturzerkennung und Notruf sind bei manchen Modellen an einen Mobilfunkvertrag gebunden.
Uhren mit langer Laufzeit, die im Alltag oft die bessere Wahl sind, finden Sie in unserer Kategorie Schrittzähler-Uhren; die leichteren und günstigeren Alternativen stehen unter Fitness-Armbänder. Wie sich eine vollwertige Smartwatch gegen einen schlanken Tracker schlägt, zeigt unser Vergleich Apple Watch gegen Fitbit. Und wenn Sie ohnehin ein Smartphone bei sich tragen, lohnt vor jedem Kauf ein Blick auf die kostenlosen Zählfunktionen, die iPhone und Android bereits mitbringen. Den Überblick über alle Bauformen gibt die Bestenliste.
Häufige Fragen
Zählt eine Smartwatch genauer als ein günstiges Armband?
Im Alltag kaum. Beide sitzen am Handgelenk und nutzen denselben Sensortyp. Smartwatches erkennen Aktivitäten oft feiner und rechnen Strecken dank GPS genauer, bei der reinen Schrittzahl liegen sie aber im selben Bereich wie ein gutes Band für ein Viertel des Preises.
Wie lange hält eine Smartwatch beim Schrittezählen durch?
Apple Watch und Galaxy Watch kommen im Alltag meist auf ein bis zwei Tage, mit sparsamen Einstellungen etwas länger. Sport- und Hybriduhren erreichen eine bis zwei Wochen. Wer nachts den Schlaf aufzeichnen möchte, muss die Ladepause bewusst in den Tagesablauf einplanen.
Braucht eine Smartwatch immer ein Smartphone?
Für die Einrichtung ja, und meist auch dauerhaft für Updates und Auswertungen. Gezählt wird jedoch autark: Die Uhr erfasst Ihre Schritte auch dann, wenn das Telefon zu Hause liegt, und überträgt sie beim nächsten Kontakt. Ganz ohne Smartphone sind Smartwatches allerdings keine sinnvolle Wahl.
Für wen lohnt sich eine Smartwatch als Schrittzähler wirklich?
Für alle, die ohnehin mehr wollen als Schritte: Benachrichtigungen ohne Telefon in der Hand, Bezahlen am Handgelenk, Sturzerkennung, Notruf oder aufgezeichnete Trainings mit GPS. Wer nur die Tageszahl im Blick behalten möchte, fährt mit einem Fitness-Armband oder einem Clip günstiger und ausdauernder.