Garmin Schrittzähler 2026: alle Modelle im Vergleich

Garmin kommt aus der Navigation und dem Sport, nicht aus der Lifestyle-Ecke. Das merkt man den Geräten an: solide Sensorik, ehrliche Akkuangaben, eine Auswertung ohne Werbung – dafür ein höherer Preis und eine App, die im ersten Moment erschlägt.

Zuletzt geprüft: August 2026

Die Modelle im Überblick

Garmin hat ein sehr breites Sortiment, von dem für reines Schrittezählen nur ein Teil sinnvoll ist. Diese fünf Modelle decken die Bandbreite ab – vom schmalen Band bis zur Laufuhr. Die Schritt-Skala ist unsere redaktionelle Gesamtnote.

Garmin-Modelle mit Schrittzähler im Vergleich
ModellBauformAkku (ca.)Schritt-SkalaPreis-Check
Garmin vívoactive 5Runde Uhr, AMOLED, GPS11 Tage9,0 / 10Bei Amazon*
Garmin Venu Sq 2Eckige Uhr, AMOLED, GPS11 Tage8,8 / 10Bei Amazon*
Garmin Forerunner 165Laufuhr, leicht, GPS11 Tage8,8 / 10Bei Amazon*
Garmin vívosmart 5Schmales Armband7 Tage8,7 / 10Bei Amazon*
Garmin Lily 2Kleine Uhr, verstecktes Display5 Tage8,2 / 10Bei Amazon*

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vívosmart 5 – das schmale Band

Sehr gut · Schritt-Skala 8,7 / 10

Der vívosmart 5 ist Garmins Antwort auf schmale Handgelenke und auf alle, die keine Uhr tragen möchten. Er zählt zuverlässig, misst Puls und Sauerstoffsättigung und meldet sich mit einer sanften Vibration, wenn Sie zu lange sitzen. Das schmale, einfarbige Display ist gut ablesbar, aber unscheinbar – wer eine Uhrzeit im großen Format erwartet, ist hier falsch. Der Preis liegt meist bei rund 120 bis 150 €, das ist für ein Band ohne Farbdisplay ambitioniert. Unsere ausführliche Einschätzung steht im vívosmart-5-Test.

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vívoactive 5 und Venu Sq 2 – die Alltagsuhren

Sehr gut · Schritt-Skala 8,8 / 10

Die vívoactive 5 ist das rundeste Gesamtpaket im Sortiment: helles AMOLED-Display, GPS an Bord, rund elf Tage Akku im Alltagsbetrieb und eine Bedienung, die auch ohne Handbuch funktioniert. Sie kostet dafür rund 220 bis 280 €. Die eckige Venu Sq 2 (Schritt-Skala 8,8 / 10) bietet dieselbe Sensorik in schlichterer Form und liegt meist rund 60 bis 80 € darunter – sie ist unsere Empfehlung für alle, denen das runde Gehäuse zu sportlich wirkt. Beide finden Sie auch in unserer Übersicht der Schrittzähler-Uhren; die Details stehen im vívoactive-5-Test und im Venu-Sq-2-Test.

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Forerunner 165 und Lily 2 – Laufuhr und elegante Alternative

Sehr gut · Schritt-Skala 8,2 / 10

Die Forerunner 165 richtet sich an Menschen, die neben dem Gehen regelmäßig laufen oder walken. Sie ist federleicht, zeichnet Strecken per GPS präzise auf und liefert Trainingsvorschläge – im reinen Schrittzähler-Alltag bringt sie gegenüber der vívoactive 5 aber keinen Vorteil. Die Lily 2 (Schritt-Skala 8,2 / 10) geht den entgegengesetzten Weg: Sie sieht aus wie ein Schmuckstück, das Display erscheint erst beim Drehen des Handgelenks hinter einem Musterglas. Der Preis von rund 200 bis 250 € ist für die vergleichsweise einfache Technik hoch, und mit etwa fünf Tagen hat sie die kürzeste Laufzeit der Runde. Passende Alternativen für schmale Handgelenke stehen in der Damen-Übersicht, die Testberichte unter Forerunner 165 und Lily 2.

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Stärken und Schwächen der Marke

Garmin Connect ist der ruhigste Ort unter den Hersteller-Apps: keine Werbung, keine Kaufaufforderungen zwischen den Diagrammen, und sämtliche Schritt-, Puls-, Schlaf- und Streckendaten stehen ohne Abo zur Verfügung. Seit 2025 gibt es zwar ein freiwilliges Zusatzabo namens Connect+ mit zusätzlichen Auswertungen und KI-Kommentaren, doch die Funktionen, die Sie zum Schrittezählen brauchen, sind davon nicht betroffen – ein wichtiger Unterschied zu Fitbit, den wir in Fitbit gegen Garmin genauer aufschlüsseln. Die Kehrseite: Connect zeigt so viele Werte an, dass Einsteiger die Tagesschritte erst einmal suchen müssen. Und günstig ist Garmin nirgends.

Stärken

  • Werbefreie App ohne Abo-Zwang für die Kernfunktionen
  • Sehr stabile Schritt- und Streckenerfassung, auch bergauf
  • Realistische Akkuangaben, oft übertroffen
  • Lange Update-Versorgung, austauschbare Standardarmbänder

Schwächen

  • Deutlich teurer als Xiaomi, Amazfit oder Huawei
  • Garmin Connect wirkt auf Einsteiger überladen
  • Einstiegsmodelle mit blassem Display (vívosmart 5, Lily 2)
  • Zusatzabo Connect+ verunsichert das bisherige Versprechen
  • Kein Modell unter der 100-Euro-Marke

Welches Modell für wen

Wenn Sie eine Uhr tragen: vívoactive 5, und wenn es etwas günstiger und eckiger sein darf, Venu Sq 2. Wenn Sie keine Uhr mögen: vívosmart 5 – schmal, leicht, unauffällig. Wenn Sie laufen oder ambitioniert walken: Forerunner 165. Wenn die Uhr vor allem gut aussehen soll: Lily 2, allerdings mit Abstrichen bei Akku und Ablesbarkeit. Wenn das Budget im Vordergrund steht: Dann ist Garmin die falsche Marke – der Vergleich Garmin gegen Xiaomi zeigt, wie viel Sie für ein Drittel des Preises bekommen. Wie genau Schrittzähler grundsätzlich messen, erklären wir im Ratgeber zur Genauigkeit von Schrittzählern; alle Marken nebeneinander finden Sie in der Bestenliste 2026.

Häufige Fragen

Braucht man für Garmin Connect ein Abo?

Nein. Schritte, Puls, Schlaf, Strecken und alle Statistiken sind dauerhaft kostenlos und werbefrei. Das seit 2025 angebotene Connect+ ist freiwillig und ergänzt nur zusätzliche Auswertungen.

Zählt eine Garmin genauer als andere Marken?

Nach unserer Einschätzung liegt Garmin bei Strecke und Tempo vorn, weil GPS und Bewegungssensor zusammenarbeiten. Bei der reinen Schrittzahl im Alltag ist der Abstand zu guten Bändern anderer Hersteller klein.

Funktioniert eine Garmin ohne Smartphone?

Zum Zählen ja: Alle Modelle zeigen die Tagesschritte direkt am Handgelenk und speichern mehrere Wochen im Gerät. Für Einrichtung, Updates und Langzeitstatistiken ist ein Smartphone nötig.